lifesaver
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N°1 | 2026 · Wasserrettung Innsbruck
Übungstag Wasserrettung Innsbruck
Bild: Übungstag
2
Editorial

Editorial & Grußwort

Bürgermeister Johannes Anzengruber

DANKE!

Obwohl Innsbruck den Inn im Namen trägt, vergisst man manchmal, dass unsere Stadt nicht nur eine Stadt in den Bergen, sondern auch eine Stadt am Fluss ist. Der Inn trägt maßgeblich zur Lebensqualität unserer Stadt bei, für Europa ist er sogar geradezu eine Lebensader.

Gewässer bergen auch zahlreiche Gefahren, insbesondere für alle, die diese Gefahren nicht gut einschätzen und nicht mit ihnen umgehen können.

Da kommt die Einsatzstelle Innsbruck der Österreichischen Wasserrettung mit ihren über 400 aktiven Mitgliedern ins Spiel. Sie retten uns im Notfall vor dem Ertrinkungstod in unseren Gewässern. Mit ihrem umfangreichen Ausbildungsangebot helfen sie zudem dem Ertrinkungstod vorzubeugen. Indem sie uns Schwimmen lehren. Indem sie Rettungsschwimmen und -tauchen lehren. Indem sie uns beibringen, wie man durch Hilfeleistung Leben rettet und wie man Gefahren erkennt und richtig darauf reagiert.

All das macht unser aller Leben am, im und auf dem Wasser sicherer.

Im Namen der Stadt Innsbruck bedanke ich mich herzlich für den unermüdlichen Einsatz und das ehrenamtliche Engagement.

Ihr
Johannes Anzengruber
Bürgermeister der Landeshauptstadt Innsbruck

Rudolf Loferer, Obmann

Liebe Mitglieder und Freunde

Ein ereignisreiches Jahr liegt hinter uns. Die Wasserrettung Innsbruck blickt auf zwölf Monate zurück, die geprägt waren von herausfordernden Einsätzen, erfolgreichen Ausbildungen und unvergesslichen Momenten der Kameradschaft.

Unsere ehrenamtlichen Mitglieder haben auch in diesem Jahr wieder Außergewöhnliches geleistet. Bei über 51 Einsätzen waren sie zur Stelle, wenn Menschen in Not waren. Ob bei Badeunfällen, Einsätzen am Fließgewässer oder Suchaktionen – auf unsere Einsatzkräfte ist Verlass.

Besonders stolz sind wir auf unsere Jugendarbeit. Mit unserem wöchentlichen Schwimmtraining konnten wir über 180 Kindern die Grundlagen der Wassersicherheit vermitteln. Denn Prävention beginnt bei den Jüngsten.

Die vorliegende Ausgabe unseres neuen Magazins „lifesaver" gibt Ihnen Einblicke in unsere vielfältigen Tätigkeitsbereiche: Rettung, Ausbildung, Prävention und Sport. Erfahren Sie, was uns antreibt und welche Ziele wir für die Zukunft haben.

Ich danke allen Mitgliedern, Unterstützern und Partnern für ihr Engagement. Gemeinsam machen wir das Wasser sicherer.

Euer Einsatzstellenleiter
Rudolf Loferer

WASSERRETTUNG INNSBRUCK
3
Inhalt
10
Rückblick
4
Im Zeichen der Rettung
Einsätze
5–6
Wenn jede Sekunde
zählt
Technik
7
Unterwasserdrohne
im Einsatz
12–13
Quelle: BEMA
Statistik
8–9
Das Jahr 2025
in Zahlen
Sicherheit
10
Schlauchboot- und
SUP-Fahrten
Prävention
11
Immer mehr
Nichtschwimmer
Check
12–13
Schwimmhilfen für
Kinder
5–6
Abzeichen
14
Rettungs- und
Schwimmabzeichen
Ausbildung
15
Kurse und Lehrgänge
Team
16–17
Unsere Bereichsleitung
Ausblick
18–19
Unsere Ziele für 2026
Impressum | Herausgeber Österreichische Wasserrettung, Einsatzstelle Innsbruck, Hallerstraße 4, 6020 Innsbruck, Tel. 0512 288 144, info@wasserrettung.at, www.wasserrettung.at | Layout, Produktion ÖWR Innsbruck | Redaktion ÖWR Innsbruck | Fotos ÖWR Innsbruck
WASSERRETTUNG INNSBRUCK
4
Rückblick
JAHRES
RÜCKBLICK

Im Zeichen
der Rettung

2025 war für die Wasserrettung Innsbruck ein Jahr der Herausforderungen und Erfolge. Mit 51 Einsätzen, neuen Ausbildungsangeboten und sportlichen Höchstleistungen haben unsere Mitglieder einmal mehr bewiesen, was ehrenamtliches Engagement bewirken kann.

Die Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer der Wasserrettung Innsbruck sind das ganze Jahr über einsatzbereit. Im Vordergrund steht immer die Mission „Ertrinken verhindern!". In regelmäßigen Trainings wird an der Rettungs- und Schwimmtechnik sowie an der körperlichen Fitness gearbeitet. Ob Badeunfälle, Hochwassereinsätze oder die Suche nach vermissten Personen – unsere ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer sind rund um die Uhr erreichbar und arbeiten eng mit Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei zusammen.

Einsatzübung
01

01 Wildwasserretter bei einer Bergungsübung – regelmäßiges Training ist der Schlüssel für erfolgreiche Rettungsaktionen.

Eine der größten Gefahren beim Ertrinken: Es passiert lautlos. Anders als in Filmen dargestellt, gibt es kein Schreien, kein Winken, kein Spritzen. Menschen, die ertrinken, können meist nicht mehr um Hilfe rufen – der Körper kämpft instinktiv ums Überleben und priorisiert das Atmen vor dem Sprechen.

Sportliche Erfolge

Auch sportlich war 2025 ein erfolgreiches Jahr: Bei den Österreichischen Meisterschaften im Rettungsschwimmen errangen unsere Athletinnen und Athleten unzählige Medaillen. Besonders stolz sind wir auf einen neuen österreichischen Jugendrekord.

Wettkampf
02

02 Athletinnen beim Speedlifesaving in Innsbruck.

WASSERRETTUNG INNSBRUCK
5
Einsätze

Wenn jede Sekunde zählt

51 Mal wurden unsere Einsatzkräfte im Jahr 2025 alarmiert. Insgesamt leisteten sie über 10.576 Personalstunden bei Einsätzen – von Personenrettungen über Bergungen bis hin zu Suchaktionen.

51
Einsätze
113
Einsatzstunden
886
Personalstunden

Einsatzarten 2025

Personenrettung
10
Personensuche
11
Sachgüterbergung
8
Lebensrettung
7
Bergung von Toten
5
Erste Hilfe
5
Bergung Wasserfahrz.
4

Einsätze pro Monat

1
Jan
2
Feb
1
Mär
3
Apr
3
Mai
10
Jun
10
Jul
6
Aug
1
Sep
8
Okt
3
Nov
3
Dez

Einsätze nach Tageszeit

5
Nacht
22–06
9
Vormittag
06–12
29
Nachmittag
12–18
8
Abend
18–22

Oktober: Pkw stürzt in den Inn

Am 4. Oktober 2025 kam es bei Hall West zu einem dramatischen Verkehrsunfall: Ein Pkw kam von der Fahrbahn ab, überschlug sich und stürzte in den Inn. Das Fahrzeug trieb mehrere Meter flussabwärts.

Eine Person konnte aus dem Fahrzeug geborgen und dem Rettungsdienst übergeben werden. Der Bereich wurde mit mehreren Schlauchbooten großräumig abgesucht.

Einsatz Hall West
03

03 Einsatz bei Hall West: Bergung eines Pkw aus dem Inn.

6
Einsätze
IMMER
BEREIT

Einsätze 2025

04
3. August · Fulpmes

Mutprobe in der Ruetz endet mit Großaufgebot

Ein 42-jähriger Tourist sprang mit einem Schwimmreifen in die stark wasserführende Ruetz – um seine Kollegen zu beeindrucken. Der alkoholisierte Mann wurde von der Strömung erfasst und 800 Meter flussabwärts in einer Böschung gefunden. Gemeinsam mit den Feuerwehren und dem Rettungsdienst konnten wir die Person unterkühlt aber lebend bergen. Der Notarzthubschrauber C1 flog ihn in die Klinik Innsbruck.

7. Juli · Kematen

Großeinsatz am Inn – glückliches Ende für Urlaubergruppe

Eine Gruppe deutscher Urlauber war mit SUPs und aufblasbaren Schwimmreifen auf dem Inn unterwegs. Ein aufmerksamer Autofahrer bemerkte die Situation und setzte den Notruf ab. Die Gruppe konnte auf Höhe einer Sandbank angehalten werden – alle waren wohlauf. Danke an alle Einsatzkräfte und den umsichtigen Notrufer!

05
06
13. Mai · Melach

Tierrettung in der Melach – Reh aus Rohr befreit

Ein Reh war in die Melach geraten und konnte das Gewässer nicht mehr verlassen. Beim Versuch sich in Sicherheit zu bringen, lief es in ein 50 Meter langes Kanalrohr und steckte fest. Durch koordiniertes Eingreifen wurde es befreit und wohlauf in den Wald entlassen.

04 Großeinsatz an der Ruetz. 05 SUP-Rettung bei Kematen. 06 Tierrettung an der Melach.

Danke an alle Einsatzkräfte für die hervorragende Zusammenarbeit!

7
Technik
07
08

Augen in der Tiefe

Am 2. Oktober 2025 stürzte ein 72-jähriger Jäger mit seinem PKW in den Kops Stausee bei Partenen. Der Stausee ist fast 100 Meter tief – das Fahrzeug versank, wie sich später herausstellte, in 54 Metern Tiefe. Gemeinsam mit den Wasserrettungen aus Vorarlberg, Salzburg und mehreren Tiroler Einsatzstellen wurde der Seegrund systematisch abgesucht.

Bei nahezu null Sicht in der Tiefe kam unser Unterwasserroboter (ROV) zum Einsatz: Er kontrollierte markante Punkte am Grund, die zuvor per Sonar identifiziert wurden. Nach sechs Tagen intensiver Suche konnte das Fahrzeug am 8. Oktober erfolgreich geborgen werden.

Unser ROV

Technische Daten
Hersteller: ROVbuilder
Tiefe: bis 400 m
Kamera: HD digital
Antrieb: 6 Thrusters
Licht: LED-Scheinwerfer
Verbindung: Kabel
Einsatz: Offshore-fähig

Der Unterwasserroboter von ROVbuilder ist ein hochspezialisiertes Gerät für Tiefen bis 400 Meter – damit auch offshore-fähig. Per Kabel verbunden überträgt er HD-Videobilder in Echtzeit an die Oberfläche. Sechs Thrusters ermöglichen präzise Bewegungen in alle Richtungen, LED-Scheinwerfer sorgen auch bei völliger Dunkelheit für klare Sicht.

07 Bergung am Kops Stausee. 08 Vorbereitung des ROV für den Einsatz.

WASSERRETTUNG INNSBRUCK
8
Statistik
480
Mitglieder
09

09 Absolventen des Wildwasserretterkurses 2025: Tobias, Nikolas, Christian und Lena.

Statistik
Wir in Zahlen
Mitglieder
Erwachsene 331
Kinder & Jugend 149
Neue Schwimmabzeichen 2025
Frühschwimmer 5
Freischwimmer 7
Fahrtenschwimmer 11
Allroundschwimmer 33
Gesamt geleistete Stunden 2025
Ehrenamtliche Stunden 10.576
Neue Rettungsschwimmabzeichen 2025
Junior-Retter 4
Helferschein 88
Retterschein 33
WASSERRETTUNG INNSBRUCK
9
Statistik
Spezialisten
Unsere Mitglieder
top ausgebildet
Wildwasser
Wildwasserretter 48
Fließwasserretter 44
Seiltechniker 16
Tauchen
Tauchgrundschein 38
Tauchleistungsschein 23
Schnorchelschein 58
Tauchlehrschein 11
Nautik
Schiffsführerpatent 10m 38
Selbstfahrbewilligung 32
Nautikinstruktor 4
103
Retterscheiner
48
Wildwasserretter
38
Bootsführer
38
Taucher
WASSERRETTUNG INNSBRUCK
10
Sicherheit
SICHER
PADDELN
AM
INN

Schlauchboot- und SUP-Fahrten

Tipps & Hinweise für sicheres Paddeln am Inn

Der Inn ist kein Badesee, sondern ein alpiner Wildfluss. Strömungen, niedrige Wassertemperaturen und Hindernisse können schnell gefährlich werden. Mit der richtigen Vorbereitung wird das Paddeln jedoch zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Sicherheit geht vor

→ Schwimmweste immer tragen – auch bei ruhigem Wasser
→ Neoprenanzug dringend empfohlen – der Inn ist auch im Sommer sehr kalt
→ Helm bei bewegtem Wasser oder sportlicheren Passagen
→ Handy wasserdicht verpackt mitführen – für Notfälle erreichbar bleiben
→ Nie alleine fahren – besser in der Gruppe
→ Hindernisse beachten – Bäume, Felsen, Brückenpfeiler und Wehre
→ Alkohol vermeiden – Sicherheit hat Vorrang

Geeignete Ausrüstung

Nicht jedes Schlauchboot ist für den Inn geeignet. Dünnwandige oder als „Spielzeug" gedachte Boote sind der Strömung nicht gewachsen. Es sollten ausschließlich stabile, wildwassergeeignete Boote mit CE-Kennzeichnung verwendet werden.

Beim Stand-Up-Paddling (SUP) ist besonders wichtig: Leash mit Quick-Release-System verwenden – nur so kann man sich im Notfall rasch befreien. Eine normale Fußleine ist im Fluss lebensgefährlich!

Schlauchboot am Inn
10

10 Sicherheit am Inn: Nur mit der richtigen Ausrüstung wird das Paddeln zum Erlebnis.

Achtung: Verbotszonen!

Am Inn gibt es Abschnitte, die nicht befahren werden dürfen. Diese sind mit Schifffahrtszeichen deutlich markiert. Ein Beispiel ist die Staustufe samt Kraftwerk in Kirchbichl – dort besteht Lebensgefahr!

Besonders oberhalb von Haiming steigt das Risiko deutlich: Dort gibt es höhere Wildwasserstufen und gefährliche Passagen. Dieser Abschnitt ist nur für erfahrene Paddler mit Wildwasserkenntnissen geeignet.

Rechtliches & Verantwortung

Nach dem Tiroler Schifffahrtsgesetz ist für Schlauchboot- und SUP-Fahrten am Inn kein Befähigungsausweis erforderlich. Eine Anmeldung bei der Wasserrettung ist nicht notwendig.

Bei fahrlässigem Verhalten oder unnötigen Alarmierungen können jedoch die Einsatzkosten (über 100 Einsatzkräfte!) den Verursachern in Rechnung gestellt werden.

Notruf: 112 (Euro-Notruf) | 122 (Feuerwehr) | 144 (Rettung/Wasserrettung)

WASSERRETTUNG INNSBRUCK
11
Prävention

Alarmierende Zahlen:
Immer mehr Nichtschwimmer

Die KFV-Schwimmstudie 2025 zeigt: 137.000 Kinder und Jugendliche in Österreich können nicht schwimmen. 230.000 junge Menschen gelten als ertrinkungsgefährdet. Bei uns stehen über 200 Kinder auf der Warteliste.

Die aktuelle Schwimmstudie 2025 des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV) zeigt besorgniserregende Entwicklungen: Rund 137.000 Kinder und Jugendliche zwischen 5 und 19 Jahren können in Österreich nicht schwimmen. Weitere 93.000 verfügen nur über sehr unsichere Schwimmkenntnisse. Das bedeutet: 230.000 junge Menschen sind potenziell ertrinkungsgefährdet.

Corona-Generation betroffen

Besonders alarmierend ist die Verschlechterung bei den 11- bis 12-Jährigen. Lag der Anteil der Nichtschwimmer in dieser Altersgruppe 2021 noch bei 5 Prozent, ist er 2025 auf 9 Prozent gestiegen – fast jeder Zehnte kann nicht schwimmen. Der Grund: Diese Kinder konnten während der Pandemie in der Volksschule nicht schwimmen lernen.

Bädersterben als Hauptursache

Das Bädersterben und die fehlenden Wasserflächen sind ein Hauptgrund für die steigende Zahl an Nichtschwimmern. Viele Schwimmbäder kämpfen mit explodierenden Energiekosten und müssen schließen. Ohne Bäder keine Schwimmkurse – gerade in einem Land mit so vielen Seen und Flüssen kann das fatale Folgen haben.

200+
Kinder auf unserer Warteliste

Die Nachfrage nach Schwimmkursen ist enorm – auch bei der Wasserrettung Innsbruck. Aktuell stehen über 200 Kinder auf unserer Warteliste. Die starke Nachfrage zeigt aber auch: Das Bewusstsein in der Bevölkerung für die Wichtigkeit des Schwimmens ist vorhanden. Trotz aller Bemühungen können wir den Bedarf mit unseren ehrenamtlichen Kräften kaum decken.

„Wir brauchen dringend mehr Schwimmtrainerinnen und Schwimmtrainer, um möglichst vielen Kindern das Schwimmen beizubringen."

Anna Schneider, Jugendreferentin

Fakten aus der KFV-Studie 2025
• 630.000 Österreicher sind Nichtschwimmer
• Ertrinken ist 2. häufigste Todesursache bei Kinderunfällen
• 9% der 11-12-Jährigen können nicht schwimmen
WASSERRETTUNG INNSBRUCK
12
Check

Schwimmhilfen für Kinder
Der große Check

Es gibt eine große Auswahl an Schwimmhilfen für Kinder bzw. Anfänger, die für das Erlernen des Schwimmens unterschiedlich geeignet sind. Dieser Artikel soll als Orientierung dienen, welche Art von Schwimmhilfe für den jeweiligen Einsatz geeignet ist.

Schwimmflügel

Wohl jeder kennt das Produkt „Schwimmflügel" – aufblasbare (seit einigen Jahren auch aus Schaumstoff) Ringe bzw. Reifen, die über die Oberarme geschoben werden. Im Schwimmbad sieht man immer wieder Kinder damit umherlaufen. Die Idee dahinter ist, dass der Auftrieb sehr hoch ansetzt und die Kinder daher relativ einfach den Kopf über Wasser halten können.

Allerdings haben diese Schwimmflügel einige Nachteile. Zum einen schränken sie die Bewegungsfreiheit sehr ein und ermöglichen es kaum in eine vernünftige Schwimmlage zu kommen, da der Auftrieb zu hoch ansetzt. Aufblasbare Modelle können zudem im ungünstigsten Augenblick undicht werden. Zudem können den Kindern die Schwimmflügel von den Armen rutschen.

Die klassischen Schwimmflügel sind daher auf keinen Fall als Schutz gegen Ertrinken geeignet und ersetzen auch nicht die direkte persönliche Betreuung von Nichtschwimmern am und im Wasser!

Schwimmgürtel

Der Schwimmgürtel besteht aus einem verstellbaren Gurtband auf welches ein oder mehrere Auftriebskörper (Schaumstoff-Klötze) aufgeschoben werden. Der Schwimmgürtel wird um die Körpermitte getragen, der bzw. die Auftriebskörper am Rücken. Damit setzt der Auftrieb am Körperschwerpunkt an und ermöglicht eine natürliche Schwimmlage und erlaubt zudem maximale Bewegungsfreiheit.

Der Auftrieb lässt sich bei einzelnen Auftriebskörpern mit zunehmender Schwimmfertigkeit reduzieren und kann somit dem Lernerfolg angepasst werden.

Leider haben Schwimmgürtel keinen Tragekomfort und verrutschen sehr leicht. Ein Schwimmgürtel ist kein Schutz gegen Ertrinken und darf nur unter Aufsicht verwendet werden!

WASSERRETTUNG INNSBRUCK
13
Check

Auftriebswesten und Anzüge mit Auftrieb

Diese Produkte haben am gesamten Oberkörper Schaumstoffeinsätze. Zum Teil werden diese auch in UV-Schutzkleidung integriert. Der Vorteil besteht darin, dass der Auftrieb am Oberkörper ansetzt und gute Bewegungsfreiheit gegeben ist. Manche Modelle haben den Reißverschluss am Rücken und damit wird verhindert, dass Kinder die Auftriebshilfen alleine ausziehen können. Overalls bleiben gut in Position und bieten guten Tragekomfort.

Für das Schwimmen lernen eignen sich diese Produkte sehr gut, aber auch hier muss immer eine direkte Betreuung von Nichtschwimmern sichergestellt sein, da sie keinen Schutz gegen Ertrinken bieten.

Schwimmwesten

Klassische Schwimmwesten werden vor allem dann verwendet, wenn man normalerweise außerhalb des Wassers ist und bei einem eventuellen Sturz ins Wasser soll das Versinken (Untergehen) verhindert werden.

Schwimmwesten haben einen geprüften Auftrieb (passend zur Größe bzw. Gewicht der Person), bieten jedoch keinen Schutz gegen Ertrinken, da sie keine definierte Wasserlage bieten.

Rettungswesten

Rettungswesten bieten wirksamen Schutz gegen Ertrinken und bieten auch eine ohnmachtssichere Lage, d.h. auch ohne Mitwirkung wird die Person auf den Rücken gedreht, der Kopf über Wasser gehalten und sorgt für eine stabile Position. Der Auftrieb ist genormt und auf das Gewicht des Trägers abgestimmt. Die Westen sind mit Schrittgurt und Signalpfeife ausgestattet.

Auf Grund der ohnmachtssicheren Lage eignen sich diese Produkte nicht um das Schwimmen zu lernen, bieten aber den einzigen zuverlässigen Schutz gegen Ertrinken.

14
Abzeichen
AUSBILDUNGEN
IM
ÜBERBLICK

Schwimm- und
Rettungsabzeichen

Die Österreichische Wasserrettung bietet ein umfassendes Ausbildungsprogramm – vom Nichtschwimmer zum Schwimmer, vom Schwimmer zum Rettungsschwimmer.

Schwimmabzeichen

FRÜHSCHWIMMER
ohne Altersbeschränkung
• 25 m Schwimmen
• Sprung vom Beckenrand
• 5 Baderegeln
FREISCHWIMMER
ab 7 Jahren
• 15 Min. Dauerschwimmen
• Sprung aus 1 m Höhe
• 10 Baderegeln
FAHRTENSCHWIMMER
ab 9 Jahren
• 15 Min. Schwimmen
• 10 m Streckentauchen
• Tieftauchen 2 m mit 2,5 kg
• 50 m Rücken ohne Arme
ALLROUNDSCHWIMMER
ab 11 Jahren
• 200 m in zwei Lagen
• 100 m in 2:30 Min.
• 25 m Transportieren

Rettungsschwimmabzeichen

JUNIORRETTER
ab 11 Jahren
• 100 m Schwimmen (50 m Brust, 50 m Rücken)
• 25 m Retten (Achsel-/Kopfgriff)
• Selbstrettung: 4 Min. Schweben, 6 Min. Schwimmen
• Fremdrettung mit Tauchen
• Rettungsgerät-Übung
• Theorie Erste Hilfe
HELFERSCHEIN
ab 13 Jahren
• 15 Min. Dauerschwimmen
• 100 m in Überkleidern
• 15 m Streckentauchen
• 2× Tieftauchen (2-3 m) mit 2,5 kg
• 3 Teller/Ringe heraufholen
• Paketsprung 2-3 m
• je 25 m Retten (Kopf-, Achsel-, Fesselgriff)
• 50 m Transportieren
• Befreiungsgriffe
RETTERSCHEIN
ab 16 Jahren + Helfer
• 30 Min. Dauerschwimmen
• 300 m in Überkleidern
• 25 m Streckentauchen
• 3× Tieftauchen (3-4 m) mit 5 kg
• 6 Teller/Ringe heraufholen
• Paket-/Kopfsprung 3 m
• je 50 m Retten (alle Griffe)
• Befreiungs- und Bergegriffe
• Kombinierte Rettungsübung
LIFESAVER
ab 17 Jahren + Retter
• 100 m Schwimmen in 1:40 Min.
• 300 m mit Flossen in 4:30 Min.
• 300 m ohne Flossen in 9:00 Min.
• 25 m Streckentauchen
• 75 m Anschwimmen + 3 Befreiungsgriffe
• je 25 m Retten
• Kombinierte Rettungsübung (2 Min.)
• Reanimation (mind. 3 Min.)
• 2 Rettungsgeräte praktisch
15
Ausbildung

Spezial-
ausbildungen

Über die Rettungsschwimmabzeichen hinaus bieten wir spezialisierte Ausbildungen für verschiedene Einsatzbereiche.

FLIEßWASSERRETTER
Grundausbildung für Einsätze an fließenden Gewässern. Ausbildungsinhalte: Gewässerkunde, Materialkunde, Grundtechniken des Bewegens am und im Fließgewässer, Knotenkunde und Panikverschluss, Zeichen und Signale, Sicherungs-, Rettungs- und Bergetechniken, Erste Hilfe.
WILDWASSERRETTER
Erweiterte Ausbildung für komplexe Wildwasser- und Hochwassereinsätze. Zusätzliche Inhalte: Erweiterte Gewässerkunde (auch Hochwasser), erweiterte Materialkunde, Einsatzorganisation und taktische Führung, erweiterte Sicherungs-, Rettungs- und Bergetechniken, Zusatztechniken wie Rafting und Canyoning.
GRUNDTAUCHSCHEIN
(selbständiger Taucher)
Voraussetzungen: Vollendetes 18. Lebensjahr, 16h Erste-Hilfe-Kurs, Sporttauchschein, Retterschein, Einstiegstest, Seminare: Tauchnotfall, Suchen-Orientieren, Tauchpraxis.
LEISTUNGSTAUCHSCHEIN
(Tauchgruppenleiter)
Voraussetzungen: Vollendetes 18. Lebensjahr, 16h Erste-Hilfe-Kurs, 1 Jahr ÖWR-Tauchschein, mind. 60 Tauchgänge (40 nach ÖWR-Tauchschein). Seminare: Heben/Bergen, Leinentauchen + Wahlseminar.
SCHIFFSFÜHRERAUSBILDUNG
Selbstfahrgenehmigung: ÖWR-Helferschein + ein Jahr aktiver Bootsdienst. Kenntnisse: Motor, technische Ausrüstung (Funk), seemännisches Verhalten (Knoten), richtiges Verhalten bei Bergungen. Betreuung von Boot & Jet-Ski.
16
Team

Unsere
Bereichsleitung

Die Wasserrettung Innsbruck wird von einem engagierten Team ehrenamtlicher Funktionäre geleitet. Gemeinsam sorgen sie für einen reibungslosen Ablauf in allen Bereichen unserer Organisation.

Einsatzstellenleitung

Rudolf Loferer
Einsatzstellenleiter
Ref. Nachrichtenwesen
Tobias Halder
1. Stellvertreter
Ref. Material Stv.
Philipp Straub
2. Stellvertreter

Vorstand

Martin Lammer
Kassier, Ref. Nautik
Peter Lampacher
Kassier Stv.
Nikolas Politakis
Schriftführer
Katharina Heiß
Schriftf. Stv., Schwimmen & Rettungsschwimmen Stv.
WASSERRETTUNG INNSBRUCK
17
Team

Referenten

Wolfgang Bernhaupt
Tauchen Stv.
wolfgang.bernhaupt@wasserrettung.at
Robert Exenberger
Schwimmen & Rettungsschwimmen Stv.
robert.exenberger@wasserrettung.at
Christian Heiß
Schwimmen & Rettungsschwimmen
christian.heiss@wasserrettung.at
Konrad Kirchebner
Bez. EL, Öffentlichkeit
konrad.kirchebner@wasserrettung.at
Valentin Kobler
Sanität Stv., Nautik Stv.
valentin.kobler@wasserrettung.at
Gernot Reister
Rettungssport
gernot.reister@wasserrettung.at
Felix Schmid
Material, Tauchen Stv.
felix.schmid@wasserrettung.at
Anna Schneider
Jugend
anna.schneider@wasserrettung.at
Thomas Schranzhofer
Tauchen
thomas.schranzhofer@wasserrettung.at
Lukas Schumacher
Wildwasser Stv.
lukas.schumacher@wasserrettung.at
Anita Siller
Sanitätswesen
anita.siller@wasserrettung.at
Lena-Marie Wacik
Wildwasser
lena-marie.wacik@wasserrettung.at
Jana Winkler
Jugend Stv.
jana.winkler@wasserrettung.at

Österreichische Wasserrettung
Einsatzstelle Innsbruck
Hallerstraße 4a, 6020 Innsbruck
Tel. 0512 288 144
info@wasserrettung.at

WASSERRETTUNG INNSBRUCK
18
Ausblick

Neues Einsatzfahrzeug
für 2026

Im Sommer 2026 wird unser neuer Ford Transit in Dienst gestellt – ein wichtiger Meilenstein für unsere Einsatzstelle.

Das neue Mannschaftstransportfahrzeug wird unsere Einsatzfähigkeit deutlich verbessern. Der Ford Transit bietet 9 Sitzplätze und ausreichend Platz für Einsatzmaterial. Ein begehbarer Dachträger sichert die Flexibilität, Schlauchboote auch im Hochwasserfall schnell zum Ort des Geschehens zu bringen.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 50.000 Euro. Etwa die Hälfte davon können wir durch den Verkauf unserer alten Fahrzeuge finanzieren. Einen beträchtlichen Anteil von 8.000 Euro hat dankenswerterweise Innsbruck Tourismus beigetragen.

Ihre Spende zählt! 100% steuerlich absetzbar
Finanzierungsziel: 50.000 €
66%
✓ 33.000 € gesichert
Noch 17.000 € benötigt

Um die Restfinanzierung zu sichern, bitten wir um Ihre Unterstützung – wir melden Ihre Spende automatisch ans Finanzamt.

IBAN: AT19 3600 0000 0182 8367

Verwendungszweck: SPENDE FAHRZEUG Vorname Nachname Geburtsdatum

11

11 Der neue Ford Transit – ab Sommer 2026 im Einsatz.

„Die Wasserrettung leistet unverzichtbare Arbeit für die Sicherheit an unseren Gewässern. Davon profitieren Einheimische wie Gäste gleichermaßen, deshalb unterstützen wir gerne."

Barbara Plattner
Geschäftsführerin Innsbruck Tourismus

19
Ausblick
12
13

Werde Teil des Teams

Mitmachen

Ob als Rettungsschwimmer, in der Ausbildung, als Trainer oder Taucher – es gibt viele Wege, sich einzubringen. Du musst kein Spitzensportler sein. Wichtig sind Begeisterung fürs Wasser, Teamgeist und die Bereitschaft zu lernen.

Mitgliedschaft

Erwachsene 30 €/Jahr
Kinder & Jugend 25 €/Jahr
Schwimmbeitrag 165 €/Schuljahr
Einschreibgebühr 30 € (einmalig)

„Jedes neue Mitglied stärkt unsere Gemeinschaft und hilft uns, Ertrinken zu verhindern!"

Rudolf Loferer, Einsatzstellenleiter

Liliane – Neu im Team

Liliane ist 2024 zur Wasserrettung gestoßen. Hauptberuflich Lehrerin und ausgebildete Schwimmlehrerin, wollte sie ihre Freizeit sinnvoller nutzen – und fand bei uns genau das Richtige.

Ihre Leidenschaft gilt dem Wildwasser: Die Kraft der Strömung, das Teamwork am Fluss und die ständige Herausforderung faszinieren sie. „Hier kann ich meine Fähigkeiten einbringen und gleichzeitig Neues lernen", sagt sie. Der Fließwasserretterkurs war für sie der perfekte Einstieg in die Wasserrettung.

12 Schwimmen in der Imster Schlucht. 13 Liliane, neu im Team.

WASSERRETTUNG INNSBRUCK
Wasserrettung Innsbruck am Inn
Ihre Spende rettet Leben.

100% steuerlich absetzbar
lifesaver magazin